Beitrag zum Internationalen Linkshändertag, am 13.August 2020: Stottern und Händigkeit – Neue Wege in der Stottertherapie

Herzlich willkommen auf meiner Praxisseite!

Sie finden mich seit 1999 freiberuflich tätig in der Linkshänder-Beratung und ebenso engagiert in der Therapie von Umschulungsfolgen bei Erwachsenen und Kindern – seit einigen Jahren im Landkreis Dillingen a.d. Donau, gut erreichbar von Donauwörth, Augsburg, Ulm.

Ich bin Dipl.-Biologin, zertifizierte Linkshänder-Beraterin nach Methodik Dr. Sattler, gelistet im Netzwerk der zertifizierten Linkshänder-BeraterInnen. Über meine beruflichen Qualifikationen können Sie sich gerne im Bereich über mich informieren.

Schauen Sie sich meine Angebote in Ruhe an, ich freue mich über Ihre unverbindliche Kontaktaufnahme.

Sylvia Dellinger

Linkshändigkeit

Aus biologischer Sicht ist Linkshändigkeit der Ausdruck einer Dominanz im Bereich der rechten Gehirnhälfte. Dieser Bereich steuert die Bewegungen der linken Hand. Die Händigkeit ist angeboren und wird mit großer Wahrscheinlichkeit vererbt. Es scheint mehrere Faktoren zu geben, der Erbgang ist noch nicht geklärt.

Die Dominanz in der rechten Hirnhemisphäre führt bei ungestörter Entwicklung zur natürlichen Bevorzugung der linken Hand. (Analoges gilt für die Entwicklung der Rechtshändigkeit und der linken Hirnhemisphäre). Die Händigkeit zeigt sich am besten bei Tätigkeiten, die viel feinmotorisches Geschick erfordern und nicht durch kulturelle Etikette oder Erziehung beeinflusst sind. Durch das natürliche Nachahmungsverhalten und fehlende händigkeitsgerechte Gebrauchsgegenstände entwickelt sich bei Kindern öfter als bei Rechtshändern eine wechselnde Handbevorzugung, die in älterer Literatur auch als Beidhändigkeit bezeichnet wird. Im ungünstigsten Fall führt dies zum Schreiben mit der rechten Hand mit entsprechender Umschulungssymptomatik.

Schreibt ein Linkshänder mit der rechten Hand, nennt man ihn umgeschulter Linkshänder. Das dauerhafte Schreiben mit rechts wirkt direkt und schwächend auf die gesunde Lateralität (Arbeitsteilung) im Gehirn. Sie kann zu Störungen führen, sog. Umschulungsfolgen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Betreffende aus eigenem Antrieb die rechte Hand wählt oder durch freundliches Zureden, Belohnung, psychische oder körperliche Gewalt.

Nicht zu vergessen sind angeborene, krankheits- oder unfallbedingte neurologische Defizite auf einer Körperseite, die zum Schreiben mit der nicht dominanten Hand führen und Umschulungssymptome auslösen können. Diese Art Umschulung betrifft Rechtshänder gleichermaßen wie Linkshänder.